Ferienwohnungen in Spanien beliebter als Hotels

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Im Jahr 2025 wurden erstmals mehr Übernachtungen in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern als in Hotels in Spanien verzeichnet. Laut einem Bericht von GuestReady entfielen 52 Prozent aller Übernachtungen auf Ferienwohnungen, was einen bedeutenden Wandel im Buchungsverhalten von Reisenden markiert. Besonders Familien, Langzeiturlauber und Gäste mit höherem Platzbedarf bevorzugen zunehmend diese flexible und oft kostengünstigere Unterkunftsart.

Hotels bleiben zwar bei Geschäftsreisenden, Städtereisenden und Luxusurlaubern die erste Wahl mit 71 Prozent der Übernachtungen in diesen Segmenten, doch bei längeren Aufenthalten und Familienurlauben setzen sich Ferienwohnungen durch. Regionen wie die Kanarischen Inseln verzeichnen besonders viele Langzeitvermietungen, während Katalonien beim Camping und Madrid bei klassischen Hotels führend sind. Die steigende Nachfrage führt zu hohen Auslastungsraten von über 92 Prozent in beliebten Küstenorten wie Málaga, Cádiz, Valencia und Barcelona.

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Gleichzeitig sorgt die zunehmende Regulierung des Ferienwohnungsmarktes für eine Verringerung des Angebots, das 2026 erstmals seit Jahren unter 330.000 aktive Objekte fiel. Strengere Kontrollen und lokale Gesetze wie die VUT-Genehmigung sind für Vermieter von großer Bedeutung. Der spanische Oberste Gerichtshof hat zudem das nationale Register abgeschafft, sodass die Zuständigkeit für Ferienwohnungen nun bei den autonomen Regionen liegt.

Die Befürchtung, dass Ferienwohnungen die Wohnungsnot in Städten wie Barcelona verschärfen, wird durch Zahlen widerlegt: Touristischer Wohnraum macht nur etwa 1 Prozent des Gesamtwohnungsangebots aus. Die eigentlichen Probleme liegen in fehlendem Neubau und mangelndem bezahlbaren Wohnraum für Einheimische. Für Reisende aus den Niederlanden und Belgien bedeutet dieser Trend vor allem, dass die Suche nach attraktiven Ferienwohnungen an der spanischen Küste zunehmend wettbewerbsintensiv wird.

Quelle: Agenturen